Karlsruhe, 08.11.2011, von D. Steiner

Hoher technischer und personeller Aufwand für Naturschutzmaßnahme

Die Umweltschutzmaßnahme war eine in dieser Form bisher einmalige Kooperation mit der Stadt Karlsruhe, Abteilung Umwelt- und Arbeitsschutz, dem städtischen Forst und dem Technischen Hilfswerk (THW).

Aufbau der Pontonfähre zum Heben der gesunkenen Pontons. Bild: Georg Stratmann

Eigentlich hätte die aus Pontons bestehende vor 20 Jahren in den Erlachsee (bei Karlsruhe-Durlach) eingelassene schwimmende Plattform eine sichere Brutinsel für seltene Vogelarten bilden sollen, wäre sie nicht aufgrund Leckagen vor fünf Jahren versunken. Das Problem: Verpackungsmaterial, welches den Auftrieb erhöhen sollte, droht auszutreten. Aus diesem Grund hat das Technische Hilfswerk im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe die Plattform geborgen.
Mit einer verantwortungsvollen Entscheidung für die Zukunft wurde mit der Bergung der sechs einzelnen zu einer ca. 70 Quadratmeter großen Plattform verbundenen Pontons ein mögliches Austreten des Verpackungsmaterials und dessen Verbreitung im Naturschutzgebiet verhindert.
Umfangreiche vorbereitende Maßnahmen flankierten das Vorhaben: ein sicherer Standort für einen 100-Tonnen-Mobilkran musste in Ufernähe eingerichtet werden. An den Wochenenden zuvor waren die THW Bergungstaucher damit beschäftigt die sechs miteinander verbundenen Pontons unter Wasser zutrennen. Des Weiteren musste eine Schneise in der Uferbewaldung geschlagen werden um so einen Zugang zu See zu ermöglichen.
An dem letzten Wochenende erfolgte die eigentliche Bergung. Um den Zeitplan einzuhalten fuhren die Breisacher Helfer mit den LKW`s und der transportablen Arbeitsplattform am Samstagmorgen um 03:00 Uhr los. Vor Ort angekommen war das Einsatzgebiet bereits ausgeleuchtet. Die Aufbauarbeiten konnten unverzüglich beginnen. Nach zwei Stunden Aufbauzeit war die Arbeitsplattform einsatzbereit. Diese musste so gebaut werden das die zu bergenden Pontons mittig der Plattform hochgezogen werden konnten. An speziell angefertigten Vorrichtungen wurden die Hebevorrichtungen montiert um so die auf dem Grund liegenden Pontons an zuschlagen. THW Bergungstaucher befestigten die Zugseile an den Pontons. Ein schwieriges Unterfangen, denn unter Wasser sieht die Welt ganz anders aus. Per Muskelkraft wurden die vier Tonnen schweren Pontons angehoben um anschließend an Land transportiert.  Für die Breisacher Helfer war am Sonntagmorgen der Einsatz gegen 08:00 Uhr beendet.
Die Umweltschutzmaßnahme war eine in dieser Form bisher einmalige Kooperation mit der Stadt Karlsruhe, Abteilung Umwelt- und Arbeitsschutz, dem städtischen Forst und dem Technischen Hilfswerk (THW), welches aus Achern, Breisach, Bühl, Emmendingen, Karlsruhe, Pforzheim, Sinsheim und Stuttgart personelle und materielle Unterstützung geleistet hat.
In Breisach engagieren sich rund 60 Einsatzkräfte freiwillig im THW, der Hilfsorganisation des Bundes. Die in der Gefahrenabwehr tätigen Breisacher Hilfsorganisationen suchen Menschen, die sich in ihrer Freizeit für den Nächsten einsetzen. Die Breisacher Helfer treffen sich jeden Dienstag ab 19:00 Uhr in der Müllheimer-Straße 7


  • Aufbau der Pontonfähre zum Heben der gesunkenen Pontons. Bild: Georg Stratmann

  • Zusammenarbeit der Fachgruppe Wassergefahren mit den Bergungstauchern beim Hebevorgang. Bild: Georg Stratmann

  • Herausheben der gehobenen Pontons mittels Arbeitspontons der Fachgruppe Wassergefahren, der Bergungsgruppen und eine Mobilkrans. Bild: Georg Stratmann

Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.




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